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Die Termine Winter 2016/2017

Die Turniertermine für die kommende Wintersaison veröffentlichen wir voraussichtlich Ende August.

Jugendmeisterschaften 08. – 10.07.2016 in Koblenz

Yannick Floer
Christian Djonov
Jelena Vucic
Anna Palamarenko
Matti Bieg
Christian Zimmermann
Elena Feodorovici
Annika Berrendorf
Simon Hüttner
Tristan Reiff
Jungen U18
Mädchen U18
Jungen U16
Mädchen U14
Jungen U14 (alle Gruppenfotos mit den Turnierleitern J. Bärtges, li. und W. Kölgen, re.)

Beide Mädchen-Titel für HTC Bad Neuenahr

Vucic und Feodorovici Tennis-Rheinlandmeisterinnen – Floer, Bieg und Hüttner setzen sich bei der männlichen Jugend durch

Heiße Kämpfe auf der Koblenzer Karthause: Bei den TVR-Jugendmeisterschaften setzten sich die Favoriten durch, allerdings nicht ohne Zitterphase, und der HTC Bad Neuenahr wurde für seine Anstrengungen in der Jugendarbeit mit dem Titelgewinn in beiden Mädchen-Konkurrenzen belohnt.

„Prima Organisation auf einer schönen Anlage“, lobte Simone Wernecke vom Tennisverband Rheinland (TVR) die Titelkämpfe, die erstmals vom rührigen VfR Eintracht Karthause ausgerichtet wurden – sicherlich nicht zum letzten Mal. Mit 75 Meldungen war das Turnier gut besetzt, „besser als letztes Jahr, da wurde an einem langen Feiertag-Wochenende gespielt“, erinnerte sich Wernecke. Mit einer Ausnahme standen sich in allen Finals gesetzte Akteure gegenüber. Überraschend hatte es bei den Jungen U18 Christian Djonov vom TC Diez bis ins Endspiel geschafft, das Hallen-Champion Yannick Floer (TC BW Bad Ems) recht souverän mit 6:1, 6:3 für sich entschied. „Ich bin sehr zufrieden, meine Taktik ist aufgegangen“, freute sich der topgesetzte Floer, „diesmal habe ich mit Köpfchen gespielt.“ Gegner Djonov erkannte neidlos an: „Er ist besser als ich“, fügte aber hinzu: „Noch, ich bin ja ein Jahr jünger.“ Für ihn war das Halbfinale „mein Höhepunkt in diesem Turnier“, da schlug er den Andernacher Felix Einig, an Position zwei gesetzt, mit 6:4, 3:6, 10:7. „Das kam etwas überraschend“, kommentierte Simone Wernecke, die den Meisterschaften „ein gutes sportliches Niveau“ bescheinigte.

Quälen musste sich auf der sonnenüberfluteten VfR-Anlage in Koblenzer Höhenlage Mädchen-Favoritin U16/18 Jelena Vucic (HTC Bad Neuenahr), die den ersten Satz gegen Anna Palamarenko vom TC SW Ürzig unerwartet glatt mit 1:6 abgab. „Da hat sie sehr druckvoll gespielt und auch über die besseren Schläge verfügt, damit kam ich nicht zurecht“, lobte Hallen-Titelträgerin Vucic. „Anschließend hat sie von sich aus ihre Taktik umgestellt, das war der Schlüssel zum Erfolg“, stellte HTC-Coach Ralf Klotzbach zufrieden fest. Nachdem Jelena Vucic feststellen musste, dass sie mit harten Schlägen nicht mithalten konnte („In der Medenrunde hat es noch geklappt“), nahm sie das Tempo raus und brachte ihre Kontrahentin mit Stopps und Mondbällen aus dem Rhythmus. „Dadurch bin ich im Verlauf des zweiten Satzes immer unsicherer geworden“, gab Palamarenko zu. Im Tiebreak des zweiten Satzes setzte Palamarenko alles auf eine Karte, ging volles Risiko und machte von 2:6 auf 5:6 drei Punkte in Serie. Doch dann produzierte Vucic einen Rahmenball zum 7:5 („Etwas Glück gehört dazu“) und ging anschließend mit Schwung und Selbstvertrauen in den Champions-Tiebreak, „den ich zuletzt immer gewonnen habe“. Die Serie hielt: 10:4.

Ebenso umkämpft war das Jungen-Endspiel U14, eine Berg- und Talfahrt. Simon Hüttner vom TC Oberwerth Koblenz leistete sich gegen seinen Andernacher Dauerkonkurrenten Tristan Reiff einen 0:3-Fehlstart („Ich tue mich schwer gegen ihn und bin immer etwas nervös“), kämpfte sich ins Spiel zurück und entschied den Tiebreak des ersten Satzes mit 7:3 für sich. Beide schenkten sich nichts, ihre lauten Motivationsrufe („Come on!“) schallten über die ganze Anlage, Hüttner sprach von einer „mental schwierigen Situation“. Umgekehrtes Bild im zweiten Satz, diesmal lag Reiff mit 0:4 hinten und glich aus. „Da hatte ich aber schon schwere Beine“, meinte er. Simon Hüttner erlaubte seinem Gegner, mit dem er in der Schulmannschaft des Koblenzer Sport-Gymnasiums auf der Karthause spielt und das Berliner Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ erreicht hat, in den letzten beiden Spielen zum 6:4 nur noch einen Punkt. „Ich kann erhobenen Hauptes vom Platz gehen, schließlich ist er ein Jahr älter“, meinte Tristan Reiff, der auf seinen ersten Sieg gegen Hüttner wartet. „Ich kämpfe weiter“, versprach er.

Glatt verliefen die Endspiele bei den Jungen U16 und in der jüngeren Mädchenklasse U14. Matti Bieg (TV Hübingen), an Nr. eins gesetzt, wurde beim 6:4, 6:0 gegen Christian Zimmermann vom Sportpark TC Simmern seiner Favoritenrolle gerecht und nur zu Beginn gefordert. „Es lief gut, aber nicht überragend“, kommentierte Bieg, für den der Vorschlussrunden-Sieg (6:4, 6:1) gegen den an zwei gesetzten Andernacher Luca Franze schon ein „kleines Finale“ war. „Am Ende machten sich meine Probleme mit dem Ellbogen bemerkbar“, erklärte Zimmermann, der erstmals in einem Rheinland-Finale stand, den Null-Durchgang. „Im ersten Satz war es ein gutes Match mit spannenden Ballwechseln.“ Mit einem 6:1, 6:1 gegen Annika Berrendorf (Andernacher TC) holte Emilia Feodorovici, an Position zwei gesetzt, den zweiten Titel für Bad Neuenahr. „Ich habe sicher und konstant gespielt, immer Druck gemacht und das Match dominiert“, erklärte sie, während ihre top-gesetzte Kontrahentin feststellen musste: „Ich hatte keine Chance nach dem anstrengenden Halbfinale.“

Bei Ausrichter VfR Karthause freute man sich ganz besonders über den Nebenrunden-Erfolg der jungen Laura Ziob (Jahrgang 2004), nebenbei noch eine prima Fechterin beim Königsbacher SC Koblenz. „Irgendwann muss ich mich für eine der beiden Sportarten entscheiden“, meinte sie. Empfohlen für weitere Meisterschaften hat sich der Verein, „wir sind moviert“, betonte Harry Burkhardt, Leiter der 325 Mitglieder starken Tennisabteilung. Nach der „gelungenen Kooperation“ mit dem Verband (Burkhardt: Das war hilfreich bei der Organisation dieser Meisterschaft) blickt man zuversichtlich weiteren Aufgaben entgegen, gern auch in größerem Rahmen.      

Thomas Wächtler

 

Zahlenspiegel Rheinlandmeisterschaften der Jugend
vom 08. – 10.07.2016 beim VfR Koblenz

 

Mädchen U14 - Finale:

Emilia Feodorovici (2, HTC Bad Neuenahr) - Annika Berrendorf (1, Andernacher TC) 6:1, 6:1

Halbfinale:

Berrendorf – Laura Schmitz (4, HTC Bad Neuenahr) 6:3, 6:3;
Feodorovici – Sophia Weiland (3, TC Bitburg) 2:2, Aufgabe Weiland

Viertelfinale:

Berrendorf – Jil Antonia Burkardsmaier (TC Mülheim-Kärlich) 6:0, 6:4;
Schmitz – Salima Dababi (TC Höhr-Grenzhausen) 6:2, 6:4;
Weiland - Meike Kohler (TC Mülheim-Kärlich) 6:2, 2:6, 10:2;
Feodorovici - Marie Ilse (TuS Hilgert) 6:0, 6:1

 

Mädchen U14, Nebenrunde - Finale:

Laura Ziob (VfR Koblenz) – Johanna Kober (ASG Altenkirchen) 2:6, 6:3, 10:7

 

Jungen U14 - Finale:

Simon Hüttner (1, TC Oberwerth Koblenz) – Tristan Reiff (2, Andernacher TC) 7:6, 6:4

Halbfinale:

Hüttner – Benedikt Steudter (4, TC Höhr-Grenzhausen) 6:1, 6:4;

Reiff – David Ruthardt (3, ASG Altenkirchen) 6:4, 6:1

 

Jungen U 14, Nebenrunde - Finale:

Finn Suda (TC Oberwerth Koblenz) – Timo Olbrich (TC Trier) 6:0, 6:2

 

Jungen U 16 - Finale:

Matti Bieg (1, TV Hübingen) – Christian Zimmermann (2, Sportpark TC Simmern) 6:4, 6:0

Halbfinale:

Bieg – Luca Franze (3, Andernacher TC) 6:4, 6:1;

Zimmermann – Laurin-Cedric Na (TC Höhr-Grenzhausen) 6:0, 6:0

Viertelfinale:

Bieg – Robin Ruthardt (ASG Altenkirchen) 6:4, 6:2;

Franze – Justus-Robin Baumgart (VfR Koblenz) 6:1, 6:0;

Na – Christian Ringkamp (TC Rh.-W. Neuwied) 6:0, 6:1;

Zimmermann – Patrik Rechin (TC RW Neuerburg) 6:0, 6:0

 

Jungen U 16, Nebenrunde - Finale:

Felix Düber (ASG Altenkirchen) – Max Waters (TC Neumagen-Dhron) 6:0, 2:6, 10:7

 

Mädchen U16/18 - Finale:

Jelena Vucic (1, HTC Bad Neuenahr) – Anna Palamarenko (3, TC SW Ürzig) 1:6, 7:6, 10:4

Halbfinale:

Vucic – Dana Beißwenger (TC Müschenbach) 6:2, 6:1;

Palamarenko – Lara Kohler (2, TC Mülheim-Kärlich) 6:1, 6:1

 

Mädchen U16/18, Nebenrunde - Finale:

Gina-Maria Velten (Bendorfer TV) – Julia Kappaun (VfR Koblenz) 6:0, 6:3

 

Jungen U18 - Finale:

Yannick Floer (1, TC Bad Ems) – Christian Djonov (TC Diez) 6:1, 6:3

Halbfinale:

Floer - Patrick Schwörer (TC Mülheim-Kärlich) 6:1, 6:1;

Djonov – Felix Einig (2, Andernacher TC) 6:4, 3:6, 10:7

 

Jungen U 18, Nebenrunde - Finale:

Jonas Jendroßek (TC Müschenbach) – Alexander Funk (VfR Koblenz) 6:3, 6:3

 


 

 

Bambini-Cup vom 27. – 29.05.2016 in Bad Ems

Julian Gemmer
Hendrik Hildesheim
Annalena Noll
Meike Kohler
Finn Gerharz
Noah Meister
Katharina Weber
Ana Hirth
Johannes Kiehl
Julian Moor
Jil Hassinger
Leonie Schütz
Jungen U12 mit Julian Mädrich (O-Schiri, TC Bad Ems)
Mädchen U12
Jungen U10
Mädchen U10
Jungen U09
Mädchen U09
Jungen U12 Nebenrunde
Mädchen U12 Nebenrunde

Mit Kampfgeist und viel Emotionen

Der jüngste Jahrgang beeindruckte den Verbandstrainer beim Bambini-Cup des Tennisverbandes Rheinland

Die Jüngsten hatten es dem Verbandstrainer ganz besonders angetan. Ein „sehr gutes Niveau“ bescheinigte Sebastian Mastalerz den Mädchen und Jungen des Jahrgangs 2007 und jünger beim Bambini-Cup in Bad Ems. So war, wenig überraschend, eine Begegnung dieser Altersklasse bei den Nachwuchsmeisterschaften des Tennisverbandes Rheinland (TVR) in Bad Ems das „persönliche Highlight“ des Trainers.

Der Andernacher Julian Moor und Kaspar Mathes vom TC BW Bad Kreuznach lieferten sich im Halbfinale U9 ein ganz enges Match, das Moor mit 7:5, 4:6, 10:7 für sich entschied. „Ich habe selten in dieser Altersklasse ein Spiel auf diesem Niveau gesehen“, schwärmte TVR-Coach Mastalerz, „mit Kampfgeist, Willenskraft und positiven Emotionen.“ Erstmals wurde bei den Bambini-Freiplatzmeisterschaften des Rheinlandes wie von der ITF empfohlen auf seitlich verkürztem Midfield gespielt, „da stimmen die Proportionen zur normalen Feldgröße, und die Kontaktzeiten sind kürzer“, erklärte der Trainer. Auf kleinem Spielfeld ein umso schnelleres Hin und Her, „da sind die Jüngsten den Profis näher als die Älteren“, so Mastalerz.

Im Endspiel U9 standen sich dann in Moor und Johannes Kiehl (TC Höhr-Grenzhausen) zwei Spieler gegenüber, die in den letzten Turnieren, zum Beispiel Mini-Cup in Ingelheim und TVR-Hallenmeisterschaften, „immer gut mitgehalten haben und von denen man erwarten durfte, dass sie auch mal ein Finale erreichen“, meinte der Verbandstrainer. Es wurde dann wieder ganz knapp, im Matchtiebreak hatte Moor (Mastalerz: Er ist der offensivere Spieler mit dem Mut zum eigenen Punkt) bei 9:8-Führung einen Matchball und gab dann drei Punkte in Folge zum 3:6, 7:6, 9:11 ab. Bei den Mädchen des Jahrgangs 07 und jünger wurde Jil Hassinger (TC Mülheim-Kärlich) ihrer Favoritenrolle beim 6:4, 6:4 gegen Leonie Schütz vom TV Wincheringen gerecht. „Sie ist eine, die immer ihr Potential abrufen kann“, lobte Sebastian Mastalerz die Siegerin, die auch schon auf Landesebene den Mini-Cup gewonnen hat.

In einer 5er-Gruppe spielten die Mädchen U10 um den Verbandstitel. „Das ist unser bekanntes Problem“, zeigte sich Landesjugendwart Michael Montada wenig überrascht von der überschaubaren Zahl an Spielerinnen auf der Insel Silberau, wo der TC BW Bad Ems zum dritten Mal hintereinander den Bambini-Cup „wieder hervorragend organisiert hat“, wie Montada feststellte. Sogar das Wetter spielte mit, „nur am ersten Tag mussten drei Spiele wegen des Regens unterbrochen und in die Halle verlegt werden“, wie TVR-Mitarbeiterin Simone Wernecke berichtete. Allein die Teilnehmerzahl von unter 60 „hätte besser sein können“, so Montada. Im kleinen U10-Feld setzte sich Katharina Weber vom TC Müschenbach durch, „von der man schon im Vorfeld erwarten konnte, dass sie sich hier behauptet“, so Mastalerz. Allerdings hatte Weber ihre liebe Mühe beim 3:6, 6:4, 10:7 gegen Aylin Colaklar (TC Neuwied), die das Duell um Rang zwei gegen Ana Hirth (Andernacher TC) mit 3:6, 5:7 verlor.

Nach den Gruppenspielen der insgesamt neun Teilnehmer fand das Halbfinale der Jungen U10 in der erwarteten Besetzung statt, „die vier Jungs treffen sich seit zwei Jahren immer wieder“, sagte Trainer Mastalerz. Diesmal gewann Finn Gerharz vom gastgebenden TC BW Bad Ems, im Finale setzte er sich mit 7:6, 6:4 gegen Noah Meister (TC Höhr-Grenzhausen) durch. „In dieser Altersklasse spielt nur ein Jahrgang, deshalb ist die Meldezahl bei den Zehnern immer am geringsten“, erklärte Simone Wernecke.

Im Feld der Jahrgänge 2004 und jünger fehlten Mara Porcos vom TC BW Bad Ems und der Andernacher Flynn-Tjark Baumert, die beim Südwest-Circuit aktiv waren. „Etwas dünner“ war das Leistungsniveau in der obersten Bambini-Altersklasse, urteilte der Verbandstrainer. Das Jungen-Finale gewann Julian Gemmer (TC SW Montabaur) mit 7:5, 6:1 gegen den ungesetzten Außenseiter Hendrik Hildesheim vom TC SW Montabaur. Der hatte, „und das war schon eine Überraschung“, wie Coach Mastalerz anmerkte, im Halbfinale den an Position zwei gesetzten Bad Emser Oliver Noll mit 6:4, 6:7, 10:7 ausgeschaltet. „Das war ein Krimi, Hildesheim hatte schon im zweiten Satz Matchball“, so Wernecke. Dafür revanchierte sich Zwillingsschwester Annalena Noll (Bad Ems), die im „erwarteten Finale“ (Mastalerz) der Klasse U12 überraschend glatt gegen Meike Kohler (Jahrgang 04) vom TC Mülheim-Kärlich mit 6:2, 6:3 gewann.

Thomas Wächtler

 

 

Zahlenspiegel Bambini-Cup vom 27. – 29.05.2016 in Bad Ems

Mädchen U 9 - Finale:

Jil Hassinger (1, TC Mülheim-Kärlich) - Leonie Schütz (3, TV Wincheringen) 6:4, 6:4

Halbfinale:

Hassinger – Mia Keuler (2, TC Mülheim-Kärlich) 7:5, 6:2;
Schütz – Allegra Junge (4, TC Trier) 6:3, 7:5

 

Jungen U 9 - Finale:

Johannes Kiehl (3, TC Höhr-Grenzhausen) - Julian Moor (4, Andernacher TC) 6:3, 6:7, 11:9

Halbfinale:

Moor - Kaspar Mathes (1, TC BW Bad Kreuznach) 7:5, 4:6, 10:7;
Kiehl – Arjen Hövelmann (2, Andernacher TC) 6:4, 6:2

Viertelfinale:

Mathes – Jonathan Dazert (TC RL Lahnstein) 6:2, 6:3,
Moor – Till Fischer (TC BW Bad Ems) 6:3, 6:2,
Kiehl – Jamie Philipps (Andernacher TC) 6:2, 6:2;
Hövelmann – Oliver Kasche (5, VfL Rüdesheim) 6:2, 6:2

 

Mädchen U 10 - Finale:

Katharina Weber (1, TC Müschenbach) - Ana Hirth (Andernacher TC) 6:4, 6:4

 

Jungen U 10 - Finale:

Finn Gerharz (4, TC BW Bad Ems) - Noah Meister (1, TC Höhr-Grenzhausen) 7:6, 6:4

Halbfinale:

Meister – Julian Franzmann (3, TC BW Bad Kreuznach) 7:6, 6:3;
Gerharz – René Gabriel Jung (2, VfL Bad Kreuznach) 6:3, 6:3

 

Mädchen U 12 - Finale:

Annalena Noll (2, TC BW Bad Ems) - Meike Kohler (1, TC Mülheim- Kärlich) 6:2, 6:3

Halbfinale:

Kohler – Lena-Marie Lokau (TC Neuwied) 6:1, 6:0;
Noll – Lea-Marie Rodi (TC Bad Marienberg) 6:0, 6:3

 

Jungen U 12 - Finale:

Julian Gemmer (1, TC SW Montabaur) - Hendrik Hildesheim (TC SW Montabaur) 7:5, 6:1

Halbfinale:

Gemmer – Toni Reiff (Andernacher TC) 6:1, 6:3;
Hildesheim - Oliver Noll (2, TC BW Bad Ems) 6:4, 6:7, 10:7

Bambini-Cup 19. - 21.02.2016 in Andernach

Baumert, 1. Jungen12
Colaklar, 2. Mädchen10
Franzmann, 2. Jungen10
Hassinger, 1. Mädchen9
Hoevelmann, 2. Jungen9
Jung, 1. Jungen10
Keuler, 2. Mädchen9
Kohler, 2. Mädchen12
Mädchen10
Mädchen12
Mädchen9
Mathes, 1. Jungen9
Noll, 2. Jungen12
Porcos, 1. Mädchen12
Weber, 1. Mädchen10
Mädchen12 mit JW Montada
Gruppenfoto
Jungen10 mit M. Montada
Jungen12 mit M. Montada
Mädchen9 mit M. Montada
Mädchen10 mit M. Montada
Jungen9 mit M. Montada

Überraschungen sind gut fürs Geschäft

Starker Auftritt der jüngeren Jahrgänge beim Bambini Cup in Andernach

Überraschungen blieben nicht aus beim Bambini Cup, „wenn nicht immer die gleichen gewinnen, ist das gut fürs Geschäft“, lautete der Kommentar von Verbandstrainer Bijan Wardjawand. So setzten sich bei den TVR-Hallenmeisterschaften des Nachwuchses in der Klasse U12 bei den Mädchen wie bei den Jungen die jüngeren Jahrgänge durch. Und dass die sieggewohnten Noll-Zwillinge vom TC BW Bad Ems diesmal ohne Titel blieben, konnte man ebenfalls nicht erwarten.

Ganz zum Schluss spielten in der Halle des Andernacher Tennistreffs Mittelrhein nur noch die Allerjüngsten, was auf eine Änderung der Spielfeldgröße zurückzuführen ist, wie Coach Sebastian Mastalerz erläuterte. Einer Empfehlung des Weltverbandes ITF folgend, wurde das Midfeld verkleinert und „kommt dadurch mit seinen Proportionen dem Profitennis näher“, so Mastalerz. Das betreffe auch die Kontaktzeit, die zwischen dem eigenen Treffen des Balles und dem gegnerischen Ballkontakt liegt. „Wenn Gleichstarke gegeneinander spielen, dauert ein Match länger“, erläuterte der Verbandstrainer die Folgen. „Die Kinder lernen, präziser zu spielen, sich durchzusetzen und häufiger die Entscheidung am Netz zu suchen.“

Beim Bambini-Cup 2016 führte die Regeländerung zu zahlreichen engen Spielen in der Endrunde. „Ich habe gerade bei den Kleinsten in den Finals gute Leistungen und viele Emotionen gesehen“, stellte Trainer Wardjawand fest. Das Jungen-Finale U9 gewann Kaspar Mathes (TC BW Bad Kreuznach) mit 6:3, 7:5 gegen Arjen Hövelmann vom Andernacher TC, das Mädchen-Endspiel des Jahrgangs 2007 und jünger entschied Jil Hassinger (TC Mülheim-Kärlich) mit 6:4, 6:4 gegen ihre ein Jahr jüngere Vereinskameradin Mia Keuler (beide ganz in pink) für sich.

Eine Altersklasse höher kam es bei den Jungen U10 zu einer Finalpaarung, „mit der nicht unbedingt zu rechnen war“, wie Wardjawand feststellte. René Gabriel Jung entschied mit 6:4, 5:7, 10:2 gegen Julian Franzmann das Bad Kreuznacher Duell VfL vs. TC BW für sich und bestätigte damit den Tennis-Aufschwung an der Nahe. „Ich kenne ihn gut von unserer gemeinsamen Zeit im TC Blau-Weiß und wusste, dass ich möglichst oft einen slice auf seine Rückhand spielen muss. Das hat aber nicht immer geklappt“, kommentierte Franzmann das Finale, bei dem ihm „im Matchtiebreak die Kraft fehlte.“ Für den kampfstarken Tiebreak-Spezialisten Jung war es nach dem knappen Halbfinal-Aus im Vorjahr an gleicher Stätte bei den U9 der erste Rheinland-Hallentitel. „Ich dachte, wenn ich im dritten Satz verliere, war es wieder nichts mit dem Bambini Cup“, verriet er seine Gedanken vor dem Matchtiebreak und nachdem er im zweiten Satz bei 5:4-Führung und eigenem Aufschlag drei Spiele in Serie abgegeben hatte. Schon im Halbfinale bewies Jung seinen Siegeswillen, als er die Begegnung mit dem Bad Emser Finn Gerharz bei 3:6, 2:5/0:40-Rückstand noch umbog.

Bei den Mädchen U10 gelang Katharina Weber (TC Müschenbach) im Finale gegen Aylin Colaklar vom TC Neuwied mit 6:3, 6:4 die Revanche für das verlorene U9er-Endspiel im Vorjahr an gleicher Stelle gegen die gleiche Gegnerin. „Ich habe schon oft gegen sie gespielt und die letzten beiden Male verloren“, berichtete Katharina Weber, „insgesamt ist die Bilanz ausgeglichen.“

Mit 77 Teilnehmern bewegte sich das Feld im erwarteten Rahmen, „mehr ist organisatorisch nicht möglich“, meinte TVR-Jugendwart Michael Montada und verwies auf den ersten Turniertag, an dem bis 22 Uhr gespielt wurde. Montada freute sich besonders darüber, dass sich die jüngeren Jahrgänge durchsetzen konnten, „das spricht nicht unbedingt für die Älteren in der Klasse U12.“ Zu rechnen war damit nicht, „aber in dem Alter ist alles drin.“

Bei den Mädchen kam für U9- und U10-Meisterin Annalena Noll das Aus diesmal schon im U12-Halbfinale, „der bessere Aufschlag und die starke Vorhand haben entschieden“, kommentierte sie ihr 1:6, 5:7 gegen Meike Kohler vom TC Mülheim-Kärlich, die anschließend das Endspiel gegen die ein Jahr jüngere Bad Emserin Mara Porcos mit 1:6, 4:6 verlor. „Ich habe meinen Aufschlag und die Vorhand verbessert, bei der Rückhand muss ich noch etwas tun“, meinte Porcos. „Sie kann auf beiden Seiten hart schlagen, und wenn sie den Ball richtig trifft, wird es für die Gegnerin oft zu schnell“, analysierte Bijan Wardjawand, und Meike Kohler stellte fest: „Ich habe mich nicht richtig bewegt und hatte deshalb Mühe, an die Bälle zu kommen.“ Das Endspiel der ältesten Jungs war eine Wiederholung des U10-Finales von 2015, weil sich Oliver Noll mit 6:2, 1:6, 10:6 gegen Julian Gemmer (TC SW Montabaur) durchsetzen konnte und im anderen Halbfinale der Andernacher Flynn-Tjark Baumert gegen den ebenfalls ein Jahr älteren Koblenzer Jan Niklas Jobelius (TC Oberwerth Koblenz) mit 6:3, 6:0 dominierte. Unerwartet deutlich gestaltete sich dann das Finale. „Ich habe in unbedrängten Situationen viel zu viele Fehler gemacht“, ärgerte sich Noll über seine 2:6, 0:6-Niederlage, während Baumert bei aller Genugtuung über die gelungene Revanche nach zwei Hallen-Finalniederlagen gegen Noll sachlich feststellte: „Ich hatte Respekt vor meinem Gegner, habe ihn nicht unterschätzt und mein bestes Tennis gespielt.“ Er sorgte damit für eine der Überraschungen, von denen solche Titelkämpfe leben. Oder, um mit Trainer Wardjawand zu reden: „Es tut allen gut, wenn der Name auf der Siegerurkunde mal wechselt.“

Thomas Wächtler

 

Zahlenspiegel Bambini-Cup vom 19. – 21.02.2016 in Andernach

Mädchen U 9 - Finale:

Jil Hassinger (2, TC Mülheim-Kärlich) - Mia Keuler (1, TC Mülheim-Kärlich) 6:4, 6:4

Halbfinale:
Keuler – Leonie Schütz (TV Wincheringen) 6:4, 4:6, 11:9;
Hassinger – Allegra Junge (TC Trier) 6:2, 6:3

 

Jungen U 9 - Finale:

Kaspar Mathes (1, TC BW Bad Kreuznach) - Arjen Hövelmann (2, Andernacher TC) 6:3, 7:5

Halbfinale:

Mathes - Johannes Kiehl (TuS Hilgert) 7:5, 4:6, 10:5;
Hövelmann – Julian Moor (3, Andernacher TC) 6:4, 6:4

Viertelfinale:

Mathes – Oliver Kasche (VfL Rüdesheim) 6:2, 6:2,

Kiehl – Adrian Ley (4, TC BW Bad Kreuznach) 6:2, 6:2,

Moor – Maurice Letzelter (TC Vallendar 83) 7:6, 6:3;

Hövelmann – Jonathan Dazert (TC RL Lahnstein) 6:2, 6:3

 

Mädchen U 10 - Finale:

Katharina Weber (1, TC Müschenbach) - Aylin Colaklar (2, TC Neuwied) 6:3, 6:4

Halbfinale:

Weber – Alice Ehrenlechner (TC SW Montabaur) 6:3, 7:5;

Colaklar – Ana Hirth (Andernacher TC) 7:5, 7:6

 

Jungen U 10 - Finale:

René Gabriel Jung (TC BW Bad Kreuznach) - Julian Franzmann (VfL Bad Kreuznach) 6:4, 5:7, 10:2

Halbfinale:

Franzmann – Noah Meister (1, TC Diez) 6:3, 6:3;

Jung – Finn Gerharz (2, TC BW Bad Ems) 3:6, 7:6, 10:5

 

Mädchen U 12 - Finale:

Mara Porcos (TC BW Bad Ems) - Meike Kohler (1, TC Mülheim- Kärlich) 6:1, 6:4

Halbfinale:

Kohler - Annalena Noll (2, TC BW Bad Ems) 6:1, 7:5;

Porcos – Laura Ziob (VfR Koblenz) 6:0, 6:1

 

Jungen U 12 - Finale:

Flynn-Tjark Baumert (3, Andernacher TC) - Oliver Noll (4, TC BW Bad Ems) 6:2, 6:0

Halbfinale:

Noll - Julian Gemmer (1, TC SW Montabaur) 6:2, 1:6, 10:6;

Baumert – Jan Niklas Jobelius (2, TC Oberwerth Koblenz) 6:3, 6:0

Viertelfinale:

Gemmer – Toni Reiff (Andernacher TC) 6:0, 6:0;

Noll - Nicolas Weber (TC Müschenbach) 6:0, 6:0;

Baumert - Moritz Müller (Andernacher TC) 6:0, 6:1;

Jobelius – Hendrik Hildesheim (TC SW Montabaur) 6:1, 6:3

 

Jungen U 12, Nebenrunde:

Vincent Oettgen (Andernacher TC) - Julius Schäfer (TC BW Bad Kreuznach) 7:6 7:6


 

 

Jugendmeisterschaften 04. – 06.12.2015 in Andernach

Raphael Weiler, Andernacher TC
Jan Paul Simon,TC Oberwerth Koblenz
Jelena Vucic, HTC Bad Neuenahr
Felix Einig, Andernacher TC
Lara Kohler, TC Mülheim-Kärlich
Yannick Floer, TC Bad Ems
Jungen und Mädchen U18 mit JW M. Montada
Jungen U16
Jungen U14
Mädchen U14

Wieder gewinnt Weiler enges Spiel gegen Simon

TVR-Titelkämpfe der Jugend in Andernach: Vucic bei den älteren Mädchen ungefährdet – Floer nutzt seinen dritten Matchball 

Andernach. Am Ende flossen ein paar Tränen. Bis zum letzten Ballwechsel hatte sich Felix Einig vom Andernacher TC gegen die Niederlage gewehrt und um ein Rebreak gekämpft, vergebens. Das letzte Finale der Hallen-Jugendmeisterschaften des Tennisverbandes Rheinland gewann der Bad Emser Yannick Floer bei den Jungen U16 nach hartem Kampf mit 6:4,6:4.

„Das Break zum 5:4 war ganz wichtig“, stellte Floer anschließend fest. Mit 4:3 hatte Einig, im Vorjahr noch Hallenmeister U14, im zweiten Satz geführt, alles deutete auf Matchtiebreak hin. Doch dann folgte das Break, Floer schlug zum Titelgewinn auf, lag nach einem umstrittenen Ballwechsel und zwei neuen Bällen 0:30 hinten, vergab zwei Matchbälle, hatte Glück, als der Gegner seine Breakchance mit einem Volley ins Netz setzte und nutzte seinerseits die dritte Chance mit einem Volley. „Während des gesamten Turnieres fehlte mit die Kontrolle über Vor- und Rückhand, dafür habe ich gut aufgeschlagen“, meinte der Final-Gewinner, während sich Felix Einig über mangelndes Selbstvertrauen ärgerte: „Ich sollte mehr an mich selbst glauben.“ Zu ängstlich habe er gespielt, die Bälle nicht durchgezogen und vor den Schlägen zu wenig nachgedacht. „Ich gehe zu unkontrolliert vor.“ Im Spiel um Platz drei setzte sich Patrick Schwörer vom TC Mülheim-Kärlich, im Halbfinale 8:10-Matchtiebreakverlierer gegen Einig („Zwei, drei kleine Fehler haben entschieden“), glatt mit 6:1, 6:1 gegen den Andernacher Jan Dietrich durch.

Früher als gewöhnlich hatte der Finaltag im Tennis-Treff Andernach mit den beiden Endspielen der „Königsklasse“ (Verbandstrainer Bijan Wardjawand) Jungen U18 und Mädchen U16/18 begonnen, aus einem einfachen Grund: Es waren keine Halbfinals nötig. Bei nur sieben bzw. sechs Teilnehmer/Innen wurden jeweils Gruppenspiele ausgetragen, die Gruppensieger bestritten das Endspiel. „Bis auf den Rekonvaleszenten Luca Franze ist die Verbandsspitze komplett vertreten; wer hier gewinnt, ist ein würdiger Rheinlandmeister“, kommentierte Verbands-Jugendwart Michael Montada die unterdurchschnittliche Meldezahl (53 Teilnehmer gegenüber 71 im vergangenen Jahr) und wies auf eine Neuregelung bei der Vergabe der Ranglistenpunkte hin, bei der die Eingruppierung des Gegners keine Rolle mehr spielt. „Für jede Runde, die man erreicht, gibt es jetzt Punkte gemäß der Turnierwertigkeit“, so Montada, „das ist aber noch nicht bei allen Spielerinnen und Spielern angekommen.“

Freiplatzmeister Raphael Weiler (Andernacher TC) hatte sich in der Gruppe A der Jungen U18 sicher durchgesetzt (4:0 Sätze/24:3 Spiele), in der Gruppe B wurde Favorit Jan Paul Simon (TC Oberwerth Koblenz) vom Diezer Timo Kieslich beim 7:6, 5:7, 10:7 gefordert. In einer Neuauflage des Vorjahres-Finales U16 ging es nach 6:2 und 2:6 erneut in den Matchtiebreak, den Weiler mit 10:4 gewann. „Wir haben zum dritten Mal in einem Finale gegeneinander gespielt, jedes Mal habe ich mich im dritten Satz durchgesetzt“, stellte Weiler fest. „Man muss im Matchtiebreak einen guten Start erwischen, da gehört etwas Glück dazu.“ Coach Wardjawand ergänzte: „Zwischen den beiden ist es immer eng.“ Der unterlegene Kontrahent Simon („Ich habe zu viele leichte Fehler gemacht“) wird jetzt erst mal pausieren, aus gutem Grund: „Ich habe eine Entzündung in meinem linken Spielarm und konnte in der Woche vor der Meisterschaft nur zweimal trainieren.“ Viel Lob für Titelgewinner Weiler gab es von Bijan Wardjawand: „Er ist schon lange dabei, national weit vorn platziert und eines der Aushängeschilder des Verbandes.“ Die gute Position in der DTB-Rangliste liegt Raphael Weiler sehr am Herzen. „Ich liege auf Platz vier bei den U16ern, das will ich unbedingt halten“, lautet sein Ziel fürs kommende Jahr.

Eine klare Sache war das Finale bei den älteren Mädchen. Titelverteidigerin Jelena Vucic, seit Sommer beim HTC Bad Neuenahr („Ich verstehe mich gut mit meinem neuen Trainer Ralf Klotzbach und mit der Mannschaft“) setzte sich nicht nur in ihrer Gruppe souverän durch, sondern gewann auch das Endspiel glatt mit 6:2, 6:0 gegen ihre ehemalige Mülheim-Kärlicher Vereinskameradin Lara Kohler. Die hatte ihr Erfolgserlebnis beim 7:5, 6:1 gegen die Top-gesetzte Lena Lauderbach (TC Laudert), führte im Finale mit 2:1 und spielte dann „wie ein Angsthase“. Vucic zu dieser Spielphase: „Ich habe meine Konzentration gesammelt.“ In der Klasse U14 der Mädchen, mit 19 Teilnehmerinnen gut besetzt, holte sich Liliana Danajlovski (Andernacher TC) nach ihrem Freiplatz-Erfolg auch den Hallentitel durch ein 6:4, 6:2 gegen Emilia Feodorovici (HTC Bad Neuenahr), die nach eigenen Worten „keine Vorhand spielen konnte“. Das war der Taktik geschuldet, denn Siegerin Feodorovici visierte so oft es ging „mit langen Bällen die Rückhand“ ihrer Gegnerin an. „Und wenn ich dann noch Druck machen konnte, lief es gut für mich.“ Bei den jüngsten Jungen hatte Vorjahres-Finalist Simon Hüttner (TC Oberwerth) freie Bahn nach Felix Einigs Wechsel in die nächsthöhere Altersklasse. Allerdings machte es ihm der Andernacher Tristan Reiff beim 7:6 (7:3), 6:2 im ersten Final-Durchgang sehr schwer. „Den Satz hätte ich gewinnen müssen“, ärgerte sich Reiff, und Hüttner gab zu: „Ich weiß nicht, wie ich das gemacht habe.“ Jedenfalls zog er aus dem Tiebreak-Glück die richtigen Schlüsse, spielte „schlauer, variantenreicher und mit mehr Tempo.“ Tristan Reiff, Freiplatz-U14-Meister, verlor zwar das Endspiel, betonte aber selbstbewusst: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen.“ Für ihn spricht das Alter: „Ich bin der jüngere Jahrgang.“ 

Thomas Wächtler

 

Zahlenspiegel Rheinlandmeisterschaften der Jugend vom 04. – 06.12.2015 in Andernach

Mädchen U14 - Finale:
Liliana Danajlovski (1, Andernacher TC) – Emilia Feodorvici (3, HTC Bad Neuenahr) 6:4, 6:2

Halbfinale:
Danajlovski – Erika Reinhardt (TC Mülheim-Kärlich) 6:3, 6:1; Feodorovici – Marie Ilse (TC Höhr-Grenzhausen) 6:0, 6:0

Viertelfinale:
Danajlovski – Meike Kohler (TC Mülheim-Kärlich) 6:1, 6:1; Reinhardt – Kaja Thome (TC Bitburg) 6:2, 6:4; Feodorovici – Hannah Müller (Andernacher TC) 6:2, 6:3; Ilse – Myriam Rieger (2, Andernacher TC) 6:3, 4:6, 12:10

Mädchen U14 Nebenrunde - Finale: 
Annika Berrendorf (Andernacher TC) – Gina-Maria Velten 6:3, 6:3

Jungen U14 - Finale: 
Simon Hüttner (1, TC Oberwerth Koblenz) – Tristan Reiff (2, Andernacher TC) 7:6, 6:2

Halbfinale: 
Hüttner – Konstantin Cucka (TC Kenn) 1:6, 6:2, 10:2; Reiff – Henry Kasche (VfL Rüdesheim) 6:0, 6:2

Jungen U 16 - Finale:
Yannick Floer (1, TC Bad Ems) – Felix Einig (2, Andernacher TC) 6:4, 6:4

Halbfinale: 
Floer – Jan Dietrich (4, Andernacher TC) 6:4, 6:4; Einig - Patrick Schwörer (3, TC Mülheim-Kärlich) 6:4, 5:7, 10:8

Jungen U 16, Nebenrunde - Finale:
Yannick Gilanyi (Sportpark TC Simmern) – Kristian Konrad (TC Kenn) 6:3, 7:5

Mädchen U16/18 - Finale:
Jelena Vucic (1, HTC Bad Neuenahr) – Lara Kohler (TC Mülheim-Kärlich) 6:0, 6:2

Jungen U18 - Finale:
Raphael Weiler (1, Andernacher TC) – Jan Paul Simon (2, TC Oberwerth Koblenz) 6:2, 2:6, 10:4


Fotos: © A. Walz und TVR

 


 

 

Bambini-Cup 05. – 07.06.2015 in Bad Ems

F. Baumert
J. Burkardsmaier
A. Colaklar
M. Ilse
Jungen U10
Jungen U12
F. Gerharz
Jungen U9
A. Lowjaga
Mädchen U10
Mädchen U12
Mädchen U09
B. Steudter
NR Jungen U12
NR Mädchen U12
A. Noll
O. Noll
M. Porcos
K. Weber
J. Meister

Top-Gesetzte ließen sich nicht überraschen

Tennis: Steudter, Ilse, Baumert, Noll, Gerharz und Weber gewinnen beim Bambini-Cup
„Zu viel Einflussnahme der Eltern“ 

Keine Überraschung beim Bambini-Cup: Im Bad Emser Turnier der jüngsten Spielerinnen und Spieler des Tennisverbandes Rheinland bestritten in sämtlichen sechs Klassen die jeweils Top-Gesetzten die Endspiele. „Wir kennen die Kinder vom Training her und können sie gut einschätzen“, lautete die Erklärung von Verbandstrainer Bijan Wardjawand.

Den härtesten Finalkampf lieferten sich bei den Jungen U12 Benedikt Steudter vom TC Höhr-Grenzhausen und der Koblenzer Alexander Lowjaga (TC Oberwerth). „Das war ein enges, gutes und kampfbetontes Spiel“, beschrieb Wardjawand die Begegnung, die Steudter, an 1 gesetzt, mit 3:6, 6:3, 10:4 gegen die Nr.2 der Setzliste gewann. Ihm gelang damit die Revanche für die Final-Niederlage gegen den gleichen Gegner bei den Hallenmeisterschaften vor gut einem Vierteljahr in Andernach. Nicht dabei waren auf den sechs Plätzen der „schönen Anlage“ (Wardjawand) des TC BW Bad Ems die beiden besten U12er des TVR. Henry Kasche und Tristan Reiff spielten beim U12-Einladungsturnier der Verbände Baden, Bayern, Hessen, Mittel- und Niederrhein, Rheinland-Pfalz, Saar und Württemberg, dem Sommer-Südwest-Circuit in Ludwigshafen, wo der Andernacher Reiff in Runde zwei am späteren Sieger scheiterte. „Wir versuchen, Terminkollisionen zu verhindern, aber das gelingt nicht immer“, kommentierte TVR-Mitarbeiterin Simone Wernecke die Konkurrenz dieser beiden Veranstaltungen. Die Organisation in Bad Ems, routiniert geleitet von Benjamin Löwenstein, der unterstützt wurde von den beiden Jugendwarten Thorsten Engel und Jost Dalkner sowie Sportwart Patrick Friedrich (Oberschiedsrichter), „klappte perfekt“, wie Wernecke lobte.

Im Finale der Mädchenklasse U12 setzte sich in Bad Ems Marie Ilse (TC Höhr-Grenzhausen), an 1 gesetzt, mit 6:4, 6:3 gegen Jil Antonia Burkhardsmaier vom TC Mülheim-Kärlich durch, in Abwesenheit der Hallen-Finalistin Annika Berrendorf  (Andernacher TC), die ebenfalls in Ludwigshafen spielte. „Es war ein verdienter Erfolg von Ilse“, meinte Coach Wardjawand.

Beim Jahrgang 2005 (U10, grüne Bälle mit 75 Prozent Druck, Normalfeld) wiederholte sich in der Jungen-Konkurrenz das Endspiel des Bambini-Hallen-Cup, allerdings mit veränderten Vorzeichen: Diesmal war Flynn-Tjark Baumert (Andernacher TC) „deutlich überlegen“ (Wardjawand) und gewann mit 6:4, 6:2 gegen Hallenmeister Oliver Noll vom Gastgeber-Verein Bad Ems. Beide hatten sich auch schon im Freiplatz-Finale U9 des Vorjahres gegenübergestanden, Sieger damals: Noll. „Die beiden wechseln sich ab, mal gewinnt der eine, mal der andere“, meinte Wardjawand. Der Name Noll tauchte trotzdem in der Siegerliste auf, denn Olivers Zwillingsschwester Annalena (an 1 gesetzt) siegte im entscheidenden Gruppenspiel gegen ihre Bad Emser Vereinskameradin Mara Porcos mit 6:2, 6:2. Schon beim Mini-Cup, dem Rheinland-Pfalz-Sichtungsturnier in Ingelheim zwei Wochen zuvor, hatte sich Noll gegen Porcos durchgesetzt. Die Mädchen-Konkurrenz U10 war in Bad Ems mit fünf Teilnehmerinnen am schwächsten besetzt, insgesamt blieb das Turnier mit 75 Meldungen „noch im Rahmen“, so Simone Wernecke. Was auch aufs Wetter zutraf, denn die Hitze, zum Turnierauftakt „für Kinder grenzwertig“, wie Bijan Wardjawand feststellte, pendelte sich an den beiden nächsten Tagen auf erträgliche Temperaturen ein. Hitzig wurde es allerdings das eine oder andere Mal auf und/oder neben dem Platz. Verbandstrainer Wardjawand beklagte „zu viel Einflussnahme der Eltern, mit der den Kindern nicht geholfen wird“; auf der anderen Seite fehlte es „bei einigen grenzwertigen Situationen“ an elterlicher Konsequenz, z.B. wenn Schläger flogen. „Der Verband wird in Zukunft einen Rahmen setzen mit Verwarnungen plus Punktabzug bis hin zum Spielausschluss“, kündigte er verschärftes Vorgehen gegen Disziplinlosigkeiten an.

Beeindruckt zeigte sich Bijan Wardjawand vom Auftreten der Betzdorferin Katharina Weber bei den Mädchen U9 (orange Bälle mit halbem Druck, Midfeld, verkürzte Sätze). „Sie ist sehr selbstständig und kaum auf Hilfe der Eltern angewiesen“, lobte er die topgesetzte Finalsiegerin, die sich gegen Aylin Colaklar (TC Neuwied) mit 6:3, 6:4 durchsetzte. Bei den Jungen wiederholte sich das Mini-Cup-Endspiel, und wieder gewann Finn Gerharz (TC BW Bad Ems) gegen den Diezer Noah Meister, diesmal mit 7:6, 6:2. Schon bei den jüngsten Aktiven im Turnierfeld zeigte sich „der Weg hin zum Leistungssport“, wie Trainer Wardjawand betonte. Die Anforderungen wurden erhöht auf zwei Stunden Tennis und eine Stunde Konditionsarbeit, „auch um den Verbandskader übersichtlich zu halten.“ Das Resultat „gezielterer und umfangreicherer Trainingsarbeit“ war in Bad Ems zu besichtigen  

Thomas Wächtler

 

Zahlenspiegel Bambini-Cup
vom 05. – 07.06.2015 in Bad Ems

Mädchen U 9 - Finale:
Katharina Weber (TC GW Betzdorf) - Aylin Colaklar (TC Neuwied) 6:3, 6:4
Halbfinale - Weber – Mia Keuler (TC Mülheim-Kärlich) 6:2, 6:4; Colaklar – Alice Ehrenlechner (TC SW Montabaur) 6:4, 7:5 

Jungen U 9 - Finale:
Finn Gerharz (TC BW Bad Ems) - Noah Meister (TC Diez) 7:6, 6:2
Halbfinale:
Gerharz – Julian Franzmann (TC BW Bad Kreuznach) 6:2, 6:2; Meister – René Gabriel Jung (TC BW Bad Kreuznach) 7:6, 6:2

Mädchen U 10 - Finale:
Annalena Noll (TC BW Bad Ems) – Mara Porcos (TC BW Bad Ems) 6:2, 6:2

Jungen U 10 - Finale:
Flynn-Tjark Baumert (Andernacher TC) - Oliver Noll (TC BW Bad Ems) 6:4, 6:2
Halbfinale:
Baumert – Hendrik Hildesheim (TC SW Montabaur) 6:2, 5:7, 10:8; Noll – Christian Gabriel Mihai (ASG Altenkirchen) 6:3, 6:2

Mädchen U 12 - Finale:
Marie Ilse (1, TC Höhr-Grenzhausen) - Jil Antonia Burkardsmaier (2, TC Mülheim-Kärlich) 6:4, 6:1
Halbfinale:
Ilse – Aaliyah Hohmann (3, TV Wincheringen) 6:1, 6:2; Burkardsmaier – Meike Kohler (4, TC Mülheim-Kärlich) 6:2, 6:3

Mädchen U 12, Nebenrunde:
Jenna Müller (TC Oberwerth Koblenz) – Alissa Donecker (TC Oberwerth Koblenz) 5:7, 6:3, 10:8

Jungen U 12 - Finale:
Benedikt Steudter (1, TC Höhr-Grenzhausen) - Alexander Lowjaga (2, TC Oberwerth Koblenz) 3:6, 6:3, 10:4
Halbfinale:
Steudter - Florian Leonhard (3, Bendorfer TV) 6:4, 6:3; Lowjaga – Eric Gotthardt (TC BW Bad Ems) 6:2, 6:3

Jungen U 12, Nebenrunde:
Julian Meister (TC Diez) – Bennet Elia Mahler (HTC Bad Neuenahr) 5:7, 6:0, 10:8

 


 

 

Jugend-Meisterschaften 14.-15.05.2015 in Andernach

Raphael Weiler U18
Marlon Vankan U16
Tristian Reiff U14
Fabienne Schmidt U18
Liliana Danajlovski U14
Jan Paul Simon U18
Felix Einig U16
Matti Bieg U14
Lena Lauderbach U18
Anna Palamarenko U14
Jungen U14
Jungen U16
Jungen U18
Mädchen U14
Mädchen U18
Gruppenfoto

Rheinland-Titel an Weiler, Schmidt, Vankan, Danajlovski und Reiff

Nur nicht aufgeben! So lautete das Motto bei den Finalspielen auf der Anlage des Andernacher TC, wo die Jugend-Meisterschaften des Tennisverbandes Rheinland ausgetragen wurden.


„Diesen Siegeswillen, den kann man nicht lernen, den muss man haben“, kommentierte Verbandstrainer Sebastian Mastalerz die Matchtiebreak-Erfolge von Raphael Weiler (Jungen U18) und Fabienne Schmidt (Mädchen U16/18).

Beide hatten, auf benachbarten Plätzen gleichzeitig nebeneinander spielend, den ersten Satz verloren, das Spiel noch umgebogen und den verkürzten Entscheidungssatz relativ leicht gewonnen. „Ich habe am Anfang zu viele Fehler gemacht“, erklärte der Andernacher Weiler den 4:6-Verlust gegen den Koblenzer Jan Paul Simon (TC Oberwerth). Beide hatten Mühe, bei böigem Wind ins Spiel zu finden, und taten sich schwer mit ihrem Service. „Wenn man den Ball zum Aufschlag in die Luft warf, wusste man nie, wie er wieder runterkommt“, kommentierte Weiler die stürmischen Verhältnisse. „Der Wind hat es uns nicht leicht gemacht, das konnte man ja sehen“, lautete Simons kurzer Kommentar, nachdem er den zweiten Durchgang durch drei Spielverluste in Serie mit 2:6 und den Matchtiebreak mit 5:10 verloren hatte. Auch im Vorjahr war er an gleicher Stelle im Endspiel unterlegen, ebenfalls gegen einen Weiler, der hieß Niclas; im Hallen-Finale vor einem halben Jahr musste er sich Raphael Weiler nach umkämpftem Tiebreak geschlagen geben. „Der Wendepunkt kam beim Stand von 3:2, im Tiebreak habe ich mich dann recht sicher gefühlt“, meinte der Sieger. „Raphael wird seinen Weg machen“, stellte Trainer Mastalerz dem Hallen- und Freiplatz-Champion, der national unter den Top Ten rangiert und erst kürzlich beim TE-Turnier in Torelló (Spanien) das Halbfinale erreicht hat, ein gutes Zeugnis aus.

Kurz nachdem Raphael Weiler seinen Matchball verwandelt hatte, durfte sich auch Fabienne Schmidt vom TC Mülheim-Kärlich über einen souverän gewonnen Matchtiebreak (10:1) gegen Titelverteidigerin Lena Lauderbach (TC Laudert) freuen. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich das Spiel noch drehen könnte“, meinte sie nach ihrem Titelgewinn bei den Mädchen U16/18. Bei insgesamt 63 Teilnehmern war die Beteiligung an diesen zweitägigen Rheinland-Titelkämpfen etwas geringer als im Vorjahr, „die Konkurrenz durch andere Turniere wird immer größer“, erklärte TVR-Jugendwart Michael Montada, „das macht sich vor allem bei den älteren Jahrgängen bemerkbar.“ Dr. Konrad Fischer, Vorsitzender des Ausrichters Andernacher TC, wurde als Schiedsrichter nur selten gefordert („Alles ganz fair“) und musste nur bei einer Mädchen-Nebenrundenbegegnung zweimal schlichtend eingreifen. „Spielerinnen und Spieler hatten sich gut im Griff“, pflichtete Verbands-Coach Mastalerz dem bei. Man kennt sich, die Paarungen wiederholen sich. So waren Jelena Vucic vom TC Mülheim-Kärlich und Lena Lauderbach in den letzten beiden Mädchen-Endspielen (Halle und Freiplatz) aufeinander getroffen, mal gewann die eine, mal die andere. Diesmal verlor Vucic im Halbfinale („Ich war zu aufgeregt, hatte meine Nerven nicht im Griff“) und Lauderbach nahm den Schwung aus ihrem 6:3, 6:2-Sieg mit ins Endspiel. „Anderthalb Sätze lang sah es gut aus, aber bei 2:0-Führung im zweiten Durchgang habe ich zwei Fehler gemacht und dann bis in den Tiebreak hinein nichts mehr getroffen“, so ihre Erklärung für die 6:2, 3:6, 1:10-Niederlage gegen Fabienne Schmidt, die immer souveräner spielte, umso länger die Begegnung dauerte. „Reiß dich zusammen und spiel richtig Tennis“, hatte die Siegerin sich angespornt, mit Erfolg.

Auch der Andernacher Tristan Reiff ist so einer, der sich immer wieder selbst anfeuert. „Er hat gewusst, was er machen muss, und er verfügt über den Willen zum Sieg“, kommentierte Trainer Mastalerz den 7:5, 2:6,10:7-Finalerfolg (Jungen U14) des zwei Jahre jüngeren und einen Kopf kleineren Reiff gegen Matti Bieg vom TV Hübingen (Mastalerz: David gegen Goliath). „Ich wusste, dass meine einzige Chance darin bestand, den Ball so lange wie möglich im Spiel zu halten und den Gegner zu Fehlern zu verleiten“, beschrieb Tristan Reiff seine erfolgreiche Taktik, auf die sich sein Konkurrent, wie dieser zugab, „nicht richtig eingestellt hat“. Matti Bieg weiter: „Geduldsspiel ist weniger meine Sache.“

Das Finale der jüngeren Mädchen war eines von zwei Endspielen in Andernach, die in zwei Sätzen entschieden wurden. Ganz knapp war es trotzdem, den entscheidenden Punkt zum 6:3, 7:5 machte Liliana Danajlovski (Andernacher TC) per Netzroller gegen Anna Palamarenko (TC SW Ürzig), die im Vorjahr dieses Duell im Halbfinale für sich entschieden hatte. „Sie hat sich gut entwickelt“, lobte der Verbandstrainer die Gewinnerin.

Wie schon 2014 war Felix Einig vom Andernacher TC auch in diesem Jahr bei seinen Bemühungen um eine erfolgreiche Titelverteidigung gefordert. Wieder ging es eine Woche vor Pfingsten gegen den gleichen Gegner, es war die letzte Begegnung dieser Titelkämpfe, in allen anderen Klassen waren die Pokale schon überreicht worden.
Einig gegen Marlon Vankan (TV Wincheringen) hatte die Finalpaarung auch 2014 gelautet, damals allerdings bei den jüngsten Spielern. Diesmal standen sich die beiden im Kampf um den Jungen-Titel U16 gegenüber, und mit 7:6, 6:3 gelang Vankan, aus Frankreich angereist, die Revanche. Im Halbfinale hatte sich Einig gegen seinen Vereinskameraden Luca Franze durchgesetzt, auch eines dieser Duelle, die man schon oft gesehen hat. 0:3 lautete seine Bilanz gegen Felix, berichtete Franze hinterher, „einmal habe ich sogar 14 Matchbälle vergeben.“

TVR-Trainer Sebastian Mastalerz sähe bei den Jugend-Titelkämpfen gerne etwas mehr Abwechslung. „Schade, dass es nicht mehr Konkurrenz durch Quereinsteiger gibt“, bedauerte er den überschaubaren Kreis der Titelanwärter, „es würde den gesetzten Spielern gut bekommen.“

Thomas Wächtler

 

Zahlenspiegel Rheinlandmeisterschaften der Jugend
vom 14. – 15.05.2015 beim Andernacher TC

 

·        Jungen U 18 - Finale:

Raphael Weiler (1, Andernacher TC) – Jan Paul Simon (2, TC Oberwerth Koblenz) 4:6, 6:3, 10:5

Halbfinale:

Weiler - Hendrik Schneider (TC Mülheim-Kärlich) 6:0, 7:6;
Simon - Timo Kiesslich (TC Diez) 6:4, 2:6; 10:4

 

·        Mädchen U 16/18 - Finale:

Fabienne Schmidt (1, TC Mülheim-Kärlich) - Lena Lauderbach (TC Laudert) 2:6, 6:3, 10:1

Halbfinale:

Schmidt – Lilly Ann Schmidt (TC Höhr-Grenzhausen) 6:0, 6:1;
Lauderbach - Jelena Vucic (2, TC Mülheim-Kärlich) 6:3, 6:2

 

·        Jungen U 16 - Finale:

Marlon Vankan (4, TV Wincheringen) - Felix Einig (2, Andernacher TC) 7:6, 6:3

Halbfinale:

Vankan - Yannick Floer (1, TC BW Bad Ems) 6:1, 6:4;
Einig – Luca Franze (3, Andernacher TC) 7:5, 6:3

Viertelfinale:

Floer – Robin Ruthardt (ASG Altenkirchen) 6:2, 6:1;
Vankan – Jan Dietrich (Andernacher TC) 6:4, 6:1;
Franze – Patrick Schwörer (TC Mülheim-Kärlich) 6:3, 7:5;
Einig – Christian Djonov (TC Diez) 2:6, 6:1, 10:6

 

·        Mädchen U 14 - Finale:

Liliana Danajlovski (1, Andernacher TC) – Anna Palamarenko (2, TC SW Ürzig) 6:3, 7:5

Halbfinale:

Danajlovski – Nele Weber (3, SV Altenahr) 6:4, 6:2;
Palamarenko – Myriam Rieger (4, Andernacher TC) 6:4, 7:6

Viertelfinale:

Danajlovski – Gina-Maria Velten (Bendorfer TV) 6:4, 6:1;
Weber – Annika Berrendorf (Andernacher TC) 6:1, 6:2;
Rieger – Erika Reinhardt (TC Mülheim-Kärlich) 6:3, 6:2;
Palamarenko - Juliane Menger (TC Hackenheim) 5:7, 6:4, 10:7

 

·        Jungen U 14 - Finale:

Tristan Reiff (1, Andernacher TC) - Matti Bieg (2, TV Hübingen) 7:5, 2:6, 10:7

Halbfinale:

Reiff - Lennart Melzer (4, TC Trier) 7:5, 6:4;
Bieg – Christian Zimmermann (3, Sportpark TC Simmern) 6:2, 6:3

 

Auch in den Nebenrunden wurden Sieger ermittelt:

Mädchen U 14, Nebenrunde - Finale:
Sophia Weiland (TC Bitburg) – Salima Dababi (TC Höhr-Grenzhausen) 6:3, 6:4

Jungen U 14, Nebenrunde - Finale:
David Ruthardt (ASG Altenkirchen) - Leonard Brixius (TC Trier) 6:0, 6:1

Jungen U 16, Nebenrunde - Finale:
Henrik Görgens (Andernacher TC) – Tim Gebenroth (TC Oberwerth Koblenz) 6:7, 6:2, 10:5

Mädchen U 16/18, Nebenrunde - Finale:
Franziska Schmitgen (TC Bad Bodendorf) - Louisa Bothur (TC Lissendorf) 6:4, 6:1

Jungen U 18, Nebenrunde - Finale:
Jonas Jendroßek (TC Müschenbach) – Kilian Dahm (TC Horhausen) 6:4, 6:3