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TC
Asterstein Sieger des Wettbewerbs "Konzepte zur Mitgliedergewinnung
und -bindung "
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Wir
stellen das erfolgreiche Programm vor
Die Meisterehrung des Tennisverbandes Rheinland, die Stunde der
Sieger, wurde im November letzten Jahres um eine Disziplin erweitert.
Bei BMW-Hanko in Koblenz wurden neben den besten Einzelspielern
und Mannschaften bei Meisterschaften auch die Erstplatzierten unseres
Wettbwerbes um die besten Konzepte gegen den Mitgliederschwund und
für die Werbung neuer Mitglieder in den Vereinen geehrt.
Im Frühjahr des vergangenen Jahres hat der TVR ein Programm aufgelegt,
dass in einer Zeit wohl einmalig ist, wo die Kürzung von Zuschüssen
und die Streichung von Leistungen bei der öffentlichen Hand und
vielen Verbänden an der Tagesordnung ist. Rund 90 000 Euro stellt
der Verband jenen Vereinen zur Verfügung, die sich aktiv um Mitgliederwerbung
bemühen. Sowohl im Jugend- als auch im Erwachsenenbereich.
Mit einem ganzen Paket an Leistungen will der Verband den Vereinen
ideel und finanziell unter die Arme greifen, die sich engagieren:
Vereinsaktivitäten, die aus dem Rahmen fallen werden bezuschusst,Trainingssets
für den Jugendbereich, Seminare im Leistungs- und Ausbildungszentrum
auf der Karthause für Vereine und Schnupperveranstaltungen für Kinder
und Erwachsene gehören unter anderem zu jenem Paket an Leistungen,
die vom TVR auf Antrag und gegen Nachweis bezuschusst werden. "Jeder
ist seines Glückes Schmied. "Wer was tut, bekommt auch was, lautet
das Motto der Aktion, die vorerst zwei Jahre laufen soll.
Und im Rahmen eben jenes Förderprojektes wollten wir auch wissen,
warum hat der eine Club seit Jahren stabile Mitgliederzahlen oder
gar Zuwachs und warum laufen dem anderen die Tennisfreunde gleich
scharenweise weg. Was macht der eine besser als der andere? Was
muss ein Verein heute tun, damit er seine Mitglieder bei der Stange
hält?
Das war die Vorgabe für einen Wettbewerb, bei dem wir unsere Vereine
aufgefordert haben, uns ihre Erfolgskonzepte schriftlich zu schicken.
Dabei sollte es nicht nur um ein Paket guter Ideen gehen, sondern
vor allem um ein Programm, das sich in der Praxis bewährt hat. Denn
das, was in anderen Clubs gut läuft, kann ja auch Vorbild für die
anderen sein.
Rund 30 Vereine haben sich an unserem Wettbewerb beteiligt. Nicht
ganz uneigennützig. Immerhin wurden Geldpreise im Gesamtwert von
5000 Euro ausgelobt. Die vier Erstplazierten des Wettbewerbs wurden
zur Meisterehrung eingeladen. Gemeinsam auf Platz drei sah die Jury
den SV Trier-Irsch und die Tennisabteilung des FC Zemmer. Der zweite
Platz und damit 500 Euro ging an die Tennisabteilung des Turn- und
Sportvereins Reinsfeld.
Über den ersten Preis, 1000 Euro, durfte sich der Tennisclub Asterstein
freuen. Ganz dezidiert wurde hier eine Bestandserhebung unternommen.
"Wer sind wir? Wie stellen wir uns dar? Was wollen wir in der Zukunft
erreichen?", könnte man dieses Ausgangsszenario umschreiben.
Darauf aufbauend wurde dann ein Konzept entwickelt, das sowohl der
Mitgliederbindung als auch der Mitgliedergewinnung dient. Von der
Reaktivierung des Clublebens mit neuen aber auch altbekannten Veranstaltungen,
von der Werbung neuer Mitglieder im Erwachsenen- und Jugendbereich
bis hin zur Steigerung der Attraktivität der Vorstandsarbeit und
der Reduzierung ungeliebter Aufgaben und Ausgaben.
Der
TC Asterstein, 1978 gegründet, ist fast schon ein klasssisches Beispiel
für den Auf- und Abstieg eines Tennisclubs in den vergangenen zehn
Jahren.
1991 hatte der Club seine Hochzeit. 248 Mitglieder zählte der Verein.
Die weiße Tenniswelt war mehr als in Ordnung. Doch sukzessive ließ
das Interesse an der gelben Filzkugel nach. Fortan musste man jedes
Jahr Mitgliederverluste hinnehmen. 2001 zählte der Club gerademal
noch 139 Mitglieder. Einher mit dem Mitgliederschwund ging auch
eine drastische Verschlechterung der finanziellen Situation. Die
Beiträge deckten die laufenden Kosten für die 6-Platzanlage und
das ganze Drumherum nicht mehr. Die Rücklagen aus den fetten Jahren
waren im Dezember 2001 fast aufgebraucht. Man stand vor der Frage,
Plätze schließen zu müssen.
Der TC Asterstein feierte
im letzten Jahr sein 25jähriges Bestehen
Doch
die Clubführung steckte den Kopf nicht in den Sand, man ging auf
Ursachenforschung. Und die endeten nicht mit der resignierenden
Feststellung, dass der Becker-Graf-Stich-Boom vorbei wäre. Die Clubführung
räumte vielmehr auch eigene "Managementfehler" in der Vereinsführung
ein.
Ein
umfassendes Gesamtkonzept wurde aufgestellt. Und dabei setzte die
Vereinsführung um Rolf Bergmeier auf das Motto "Sport und Spaß"
im Verein. Medenspiele und Medenspieler sollten nicht länger im
Fokus des Vereins stehen, sondern die so genannten Nichtprofis,
jene Freizeitspieler, die mehr als Zweidrittel der Vereinsmitglieder
ausmachen. Ihnen sollte ein adäquates Angebot gemacht werden. Aus
heutiger Sicht war das der Schlüssel zum Erfolg des Clubs. "Der
Wechsel von "Sport pur" zu "Sport und Spaß" ist unverzichtbar für
die Gesundung eines Vereins. Das zeigt eine Analyse der Neumitglieder,
die überwiegend als Nicht- oder Wenigspieler in den Verein eintreten
und durch meist sich abschottende Medenspieler eher abgestoßen werden",
heißt es im Konzept des TC Asterstein.
Doch
mit der sportlichen Einbindung der Nichtprofis allein gab man sich
im TC Asterstein nicht zufrieden. Eine neue Vereinskultur sollte
her. Die Einbindung möglichst vieler Mitglieder in das Clubleben.
Für den Vorstand war das auch eine Frage, ob man weiter bereit war,
sich ehrenamtlich zu engagieren. Und die Cluboberen gingen dabei
nicht zimperlich vor. Auf der Mitgliederversammlung im Januar 2002
machte man den Mitgliedern unmissverständlich klar, dass auch sie
sich in das Vereinsleben einbringen müssen. Nicht jeder gleich viel,
aber jeder ein wenig. Letztlich war es das Ziel, durch soziale Diskriminierung
Druck auf die dauerhaft und unentschuldigt Fehlenden auszuüben.
Die Wertschätzung nicht-sportlicher Aktivitäten bekam eine neue
Bedeutung. Der Einsatz der Clubmitglieder für gesellschaftliche
und sportliche Ereignisse wurde auf eine gleiche Ebene gesetzt.
- Patenschaften für die erweiterte Platzpflege wurden gegründet
- Rasenteams zur gärtnerischen Pflege der Anlage
- Ein Clubhaus-Team ergänzte die Arbeiten von Putzfrau und
Servicekraft
- "Putzen und Brunchen" lautete das Motto zu Frühjahrs- und
Herbstarbeiten"
Maßnahmen, die auch dazu führten, das finanzielle Polster des
Vereins aufzubessern. Das Ersparte wurde aber nicht aufs Sparbuch
gelegt, sondern wieder in den Verein investiert. Ins Clubhaus, in
die Gestaltung der Außenanlagen, in einen Grillplatz, Fahrradständer,
einen Bolzplatz für Klein-Fußball und vieles mehr.
Was
letztlich für den TC Asterstein aber noch wichtiger war: Die Identifikation
der Mitglieder mit ihrem Club, die "Corporate Identity", wuchs stetig.
"Identifikation bedeutet letztlich, dass die Mitglieder stolz auf
ihren Club sind, wenigstens aber gerne von ihm berichten".
Und
diese Identifikation war dann für den TC Asterstein auch wieder
ein wesentlicher Schritt, um ein weiteres Ziel, das man sich gesetzt
hatte, zu erreichen: Neue Mitglieder gewinnen. "Mitglieder werben
Mitglieder", hieß es hier. Und auch die Außendarstellung mit einem
neuen Vereinslogo, Club-Trainingsanzügen, Club-T-Shirts, Tenniskapppen
sowie zahlreiche Aktivitäten für Jugend und Erwachsene trugen für
den erfolgreichen Vorstand dazu bei, dass der TC Asterstein heute
wieder 211 Mitglieder hat. Davon sind 62 Kinder und Jugendliche.
Zum Jahresende 2001 waren es gerade einmal acht.
Projekte
des TC Asterstein:
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So oft als möglich versucht der Club, sich in der örtlichen
Presse mit Artikeln darzustellen; auch regionale Kirchenblätter
werden mit Informationen versorgt;
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In einem nahe gelegenen Einkaufszentrum wurde ein großer
Schaukasten mit Vereinsinformationen aufgestellt;
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Monatlich erscheinen die maximal 4 Seiten starken Clubnachrichten,
um vor allem nur gelegentlich spielende und passive Mitglieder
zu erreichen.
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Jugendarbeit
im TC Asterstein:

Jugendmannschaft
U15 mit Jugendwart Christian Weinreich und Sportwart Udo
Meuer
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Der
Club hat zwei Jugendwarte, beide jung (20/25 J.), was
die Akzeptanz beim Nachwuchs erhöht
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Beim
Programm "Aktiv und Training" erhält jeder Jugendliche
eine Stunde Gruppentraining pro Woche für 85 Euro Jahresbeitrag.
Die Finanzierung der 5 Trainer erfolgt über die Jugendlichen,
Zuschüsse von Stadt/Verband und Club. Das Training wird
im Winter fortgeführt und von den Jugendlichen bezahlt.
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Kooperation
mit dem ortsansässigen Gymnasium
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Bolzplatz auf dem Clubgelände
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Jugendfahrten
2003:
Sechs-Tage-Tour nach Südtirol, Tagesfahrt Movie-World,
mehrere Go-Kart-Rennen, 2-Tagesfahrt Disneyland Paris.
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Freundschaftsbegegnung
mit der holländischen Tennisjugend aus Maastricht
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Veranstaltungen Erwachsene:
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Schleifchenturniere zu Saisonbeginn und -ende mit Büffet
und Trennung von spielstarken und spielschwachen Aktiven;
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Sommerlochturnier in den Sommerferien für Daheimgebliebene
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Hallenturnier im Winter;
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Silvester
im Clubhaus;
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Seniorentour
2003:
2-tägige Bootsfahrt auf der Lahn, Januar: Wanderung;
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Skatturnier im Clubhaus;
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Frühjahrs-Tenniscamp: Erstmals in 2004:
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Einwöchiges
Tenniscamp in den Osterferien nach Türkei oder Kroatien
Paddel
statt Tennisschläger: Eine gemütliche Talfahrt auf der Lahn,
mit Dämmerschoppen, Burgabend, nächtlicher Wanderung, Ritterschmaus
und Minnesang waren an drei Tagen angesagt.
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Jedes Vorstandsmitglied hat einen Stellvertreter
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Beirat gegründet: für die Damen und für Senioren, beide
Beiräte sind heute Sprachrohr der beiden Gruppen;
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Webmaster betreut Homepage;
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Pressewart
für Clubnachrichten; Blumenvater
(nebst Stellvertreter) für die Pflanzen auf der Anlage
und der Terrasse
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- Bildung von Arbeitsgruppen mit klar umrissenen Aufgaben
nach dem Motto: das darf der Club von dir erwarten.
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